WordPress-Fehler! Häufigsten Fehler und wie Du sie effektiv löst

Einleitung

WordPress ist eines der meist genutzten CMS Systeme. Auch Ich verwende ausschließlich WordPress für die Erstellung Meiner Webseiten oder die Webseiten Meiner Kunden. Wie man WordPress selbständig installiert, habe Ich bereits im Artikel „Selbst ist der Blogger: WordPress eigenständig installieren“ erklärt.

Genauso bekannt wie WordPress ist, sind es auch die Typischen Fehler, welche bei einer Installation, Verwaltung oder Wartung einer WordPress Instanz kommen können. Dieses Thema greifen wir in diesem Artikel gerne auf und zeigen euch die häufigsten WordPress Fehler, die entstehen können und zeigen Dir wie Du diese erkennen und beheben kannst.

Was sind die Häufigsten WordPress-Fehler/Probleme?

Anhand Meiner Erfahrung im Kunden Support eines WebHosters habe Ich bereits etliche WordPress Fehler miterleben dürfen. Einige sind kleine flüchtigkeitsfehler, andere wiederrum so schwerwiegend, dass die Webseite garnicht mehr Erreichbar ist. Gerne zeigen wir Dir auf, was die typischen Fehler sind, die bei WordPress auftreten können.

WHITE SCREEN OF DEATH (WSOD)
Funktionierende WebseiteWhite Screen of Death (WSOD)

Was bedeutet dieser Fehler?:

Man ruft seine Webseite auf und aufeinmal ist alles Weiß. Die zuvor erstellten Inhalte und das Design werden nicht mehr dargestellt und so wirklich was das Problem ist, sieht man leider auf Anhieb nicht.

Wie kann Ich den Fehler beheben?:

Plugins
Meist sind es Plugins oder das verwendete Theme, dass den Fehler auslöst. Ich empfehle zunächst immer das Serverseitige PHP-Error Logfile zu prüfen. Unter dem folgenden Artikel, habe Ich das PHP-Error-Logfile einmal genauer erklärt: Was ist das PHP-Error Logfile?

Meist erhälst Du da bereits Deine Antwort und siehst welches Plugin oder sogar Theme den Fehler verursacht. Alternativ kannst Du dich auch mit Deinem Webspace via FTP verbinden und die bestehenden Plugins unter „wp-content/Plugins“ deaktivieren und anschließend nach und nach reaktivieren. Damit stellst Du fest, ob eines Deiner verwendeten Plugins den Fehler auslösen.

Du deaktivierst die Plugins in dem Du vor dem Namen des Plugins zum Beispiel eine Raute „#“ setztst.

Als Beispiel:

Original Ordner

plugins

Deaktivierung des Ordners

#plugins

Theme
Es kann aber auch ein von Dir angewendetes Theme sein, welches zu dem Fehler führt. Hierbe empfiehlt es sich eines der Standard-Themes in Deiner WordPress Instanz zu aktivieren. Wie man das Theme in WordPress wechselt, ohne Zugriff auf das Dashboard zu haben, zeig Ich Dir in meinem Blogartikel WordPress Theme in der Datenbank ändern – Anleitung.

Memory Limit
Dass das Memory Limit für eine WordPress Instanz wichtig ist, merkt man schnell, wenn man Ressourcen Intensive Pagebuilder oder Plugins verwendet. Aber auch nierdiges Memory Limit kann den Fehler auslösen. Setzte daher das Memory Limit für Deine WordPress Instanz einmal höher.

Es gibt zwar die Möglichkeit dies direkt in der wp-config.php Datei zu konfigurieren, Ich habe dies allerdings immer direkt in der .htaccess Datei oder im Dashboard des WebHosters gesetzt (sofern dies dort Konfigurierbar ist).

Konfiguration des Wertes in der .htaccess

Füge dazu einfach folgenden Wert in die .htaccess Datei am besten in die erste Zeile ein:

php_value memory_limit 512M

Der Wert 512M ist nur ein Beispiel, dieser kann auch höher gesetzt, jenachdem welche Konfiguration Dein Server erlaubt.

WICHTIG:
Bei PHP-FPM oder CGI/fastCGI wird diese Einstellung in der .htaccess nicht greifen. Verwende bitte dafür die php.ini Datei.

FEHLER BEIM HERSTELLEN EINER DATENBANKVERBINDUNG

Was kann diesen Fehler auslösen?:

Falsche Informationen in der wp-config.php

Diese Art von Fehler tritt auf, wenn in der wp-config.php Datei die Datenbank Informationen nicht korrekt sind. Hier kann es sein, dass entweder der Server nicht korrekt angegeben ist oder aber auch die Zugangsdaten zur Datenbank nicht korrekt sind.

Serverwechsel durch Produktwechsel oder Technischer Natur

Wenn man zum Beispiel ein Produktwechsel auf ein höheres Produkt macht, kann es dazu kommen, dass man auf einen anderen Server verschoben wird. Dies passiert meist, wenn man auf ein Produkt wechselt, welches eine eigene IP Adresse beinhaltet. Anderfalls kann es auch vorkommen, dass der WebHoster aufgrund Technischer Hintergründe Dein Produkt auf einen anderen Server verschieben musste. Hier wirst Du allerdings bestenfalls vom Hoster vorher informiert.

MySQL Dienst des Server ist ausgefallen

Wenn es zu einer zu Hohen Last auf dem verwendeten Server kommt, kann es passieren dass dieser den Status „Out of Memory“ (OOM) erreicht. Die Meldung „Out of Memory“ erfolgt, wenn der Server-Dienst nicht mehr genügend verfügbaren Arbeitsspeicher (RAM) besitzt. Sofer nicht genügend Ressourcen (Arbeitsspeicher) zur Verfgügung stehen, kann der entsprechende Dienst nicht ausgeführt werden.

Solltest Du die oben genannten Möglichkeiten bereits geprüft haben, dann wende Dich diesbezüglich an Deinen WebHoster. Dieser kann prüfen, ob der MySQL Dienst auf dem Server aktiv ist und läuft.

Wie kann Ich den Fehler beheben?:

Prüfung der wp-config.php Datei

Überprüfe zunächst Deine wp-config.php Datei auf Deinem Webspace und schaue nach, ob die dort hinterlegten Anmeldeinformationen korrekt sind. Prüfe das Passwort in dem Du dich versucht, in die Verwaltungsoberfläche Deiner Datenbank anzumelden (meist wird dafür PHPmyAdmin verwendet).

Sollte das Passwort und der Datenbankname wie auch der Datenbankbenutzer korrekt sein, prüfe die Angabe des Servers. Solltest Du den direkten Servernamen angegeben haben, ändere dies am besten auf localhost. Damit verhinderst Du das Problem zukünftig, sollte es aus diversen Gründen einen Serverwechsel geben.

Prüfung Angabe des Servers

Prüfe in diesem Fall ob der angegebene Server in der wp-config.php weiterhin korrekt ist. Falls nein, informiere Dich in Deinem Control Panel Deines Hosters darüber, welcher Server für die Verbindung via MySQL benötigt wird.

TIPP:
Wie bereits bei der Prüfung der wp-config.php erwähnt, empfiehlt es sich grundsätzlich localhost zu verwenden.

Prüfung ob der MySQL-Dienst aktiv ist

Wenn Du einen selbst administrierten Server verwendets, dann kannst du den Status ganz einfach im Plesk oder cPanel nachvollziehen. Prüfe hier ob der MySQL-Dienst aktiv ist und wenn nicht, versuche Ihn neu zu starten. Sollte das neustarten des Servers nicht funktionieren, ist eine tiefgreifende Analyse in den Logs des Servers vorzunehmen.

Solltest Du Deine WordPress Instanz über ein gemanagtes Produkt verwalten, hast Du meist nicht die Chance den Status der Server-Dienste einzusehen (es gibt hier aber auch Außnahmen). Gerade bei Shared-Hosting Systeme sind diese Informationen nur über den Support zu ermitteln. Kontaktiere daher einmal Deinen Hoster und erfrage ob die Dienste Deines Servers alle aktiv sind.

INTERNER SERVERFEHLER (500 Internal Server Error)

Was bedeutet dieser Fehler?:

Ein Internal Server Error 500 bei WordPress deutet auf einen allgemeinen Serverfehler hin. In diesem Fall, konnte der Server die Anfrage nicht verarbeiten. Dieser Fehler kommt nicht direkt von WordPress, sondern aus der Kombination aus WebServer (Apache, NGINX, usw.) PHP und WordPress-Code.

Wie kann ich den Fehler beheben?:

.htaccess Datei
Prüfe Deine .htaccess Datei auf mögliche falsche Anweisungen/Werte. Dies kann schnell passieren, wenn man eigenständig Werte in die .htaccess Datei hinzufügt.

Um eine Intensive Prüfung erst einmal zu umgehen und um herausfzufinden ob die Datei wirklich der Auslöser für das Problem ist, könnt Ihr die .htaccess erst einmal deaktivieren, in dem Ihr die Datei auskommentiert/den Namen ändert.

Dies macht Ihr wie folgt:

Original Datei

.htaccess

Auskommentiert/Umbenannt

#.htaccess

Sollte nach dem die Webseite wieder Erreichbar sein, dann müsst Ihr die .htaccess Datei intensiver prüfen.

Plugins & Themes
Wie im oberen Bereich bereits erwähnt (White Screen of Death), können auch Plugins/Themes für das Verhalten der Grund sein. Geht in diesem Fall wie oben beschrieben vor und deaktiviert erst einmal die Plugins oder ändert das Theme.

Memory Limit erhöhen
Auch ein niedriges Memory Limit kann zu dieser Art von Fehlern führen. Wie Du dies erhöhen kannst, erfährst du ebenfalls im oberen Bereich (White Screen of Death).

Server/Error Log prüfen
Ein weiterer Grund kann auch die WordPress Installation selbst sein. Dazu wird Dir in den meisten Fällen von Deinem WebHoster Error-Logfiles zur Verfügung gestellt. Mithilfe dieser Logfiles kannst Du erkennen wo genau das Problem liegt.

Unter folgenden Blogartikel hab ich das prüfen der Error-Logfiles einmal genauer beschrieben: Was ist das PHP-Error Logfile?

404-FEHLER AUF SEITEN/BEITRÄGEN

Was bedeutet dieser Fehler?:

Mal davon ausgehend die Seite die Du aufrust hast Du wirklich erstellt, deutet der Fehler daraufhin, dass WordPress oder der Server die angefragte URL nicht korrekt auflösen kann. Die Seite ist quasi da, aber der Server finden nicht den richtigen Pfad dort hin.

Wie kann ich den Fehler beheben?:

Permalinks neu setzten
Bei den Permalinks in WordPress handelt es sich um ein Zentrales Routing-System, welches dazu führt, wie WordPress Anfragen aus dem Webbrowser interpretiert und welcher Inhalt ausgeliefert wird.

Im WordPress Backend hat man die Auswahl zwischen:

– Einfach: /?p=123
– Tag und Name: /2025/01/12/beispielbeitrag
– Monat und Name: /2025/01/beispielbeitrag
– Numerisch: /archiv/123
– Beitragsname: /beispielbeitrag
– Individuelle Struktur: als Beispiel %postname%

Wenn es also zu dem oben genannten Fehler kommt, reicht es meist aus, die Permalink-Struktur im Dashboard Deiner WordPress Instanz einfach neu zu setzten. Gehe dazu einfach unter „Einstellungen – Permalinks" und wähle eine nicht verwendete Struktur aus und speichere es ab. Anschließend änderst Du die Struktur wieder auf Deine gewünschte Variante.

.htaccess Datei
Auch hier kann der Inhalt der .htaccess Datei dazu führen, dass die URL nicht korrekt ausgeliefert wird. Es empfhielt sich das Mod-Rewrite in der .htaccess Datei zu prüfen. Schaut nach, ob es dort auffälligkeiten gibt.

ACHTUNG!
Es gibt auch Plugins welche die Mod-Rewrite Regel manipulieren, um diverse Funktionen zur Verfügung stellen zu können.

Eine Standard-.htaccess Datei von WordPress sieht wie folgt aus:

# BEGIN WordPress

RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index.php$ – [L] RewriteCond % !-f
RewriteCond % !-d
RewriteRule . /index.php [L]

# END WordPress

Plugins beeinflussen die URLS
Einige Plugins sind sehr hilfreich um zum Beispiel die Admin-URL vor unerwünschten Zugriffe zu schützen. Diese bearbeiten aber auch die .htaccess und fügen Werte hinzu. Daher empfiehlt es sich derartige Plugins vorsichtshalber einmal zu deaktivieren und zu prüfen, ob das Verhalten dann noch weiterhin auftritt.

FAZIT

Wie man lesen kann, gibt es etliche Dinge die man bei der Administration oder Bearbeitung einer WordPress Instanz beachten sollte. Natürlich ist mir klar, dass Ich nicht alles auflisten konnte, da es noch mehr Fehler gibt, die wichtig sind zu erklären, aber das würde den Rahmen des Artikels sprengen. 

Die oben genannten Fehler waren die gängisten die Ich in meiner Laufbahn als Kunden Supportler oder auch bei eigenen Projekten erlebt habe. Wichtig ist es, immer ein Backup zu haben, bevor man irgendeine Änderung macht. Manchmal kann schon das installieren eines Plugins zur totalen Vollkatastrophe führen. Daher seid immer vorsichtig was Ihr installiert und prüft vorher ob das Plugin für eure WordPress Instanz geeignet oder getestet worden ist.

Ihr könnt aber auch sehen, dass sich viele Sachen schnell und einfach lösen lassen. Also wünsche Ich euch viel Spaß beim debuggen eurer Wordpess Instanz. Solltet Ihr dennoch mal Hilfe benötigen, könnt Ihr euch gerne bei mir melden.  

ÜBER DEN AUTHOR

Marcel
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Hi, Ich bin Marcel und begeistere mich für Technik und digitale Medien. Durch meine Arbeit im Hosting-Support habe ich viele praktische Erfahrungen gesammelt, die ich gern weitergebe – einfach, verständlich und mit Freude daran, Wissen zu teilen.

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VERÖFFENTLICHT AM

29. Februar 2024

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